Warum Inhalte zählen...

Warum ich Texte meiner Kunden nicht (mehr) einfach übernehme.

Ich habe jahrelang die Texte für die von mir gestalteten Webseiten kommentarlos von meinen Kunden übernommen. Das mache ich nicht mehr. Warum? Das versuche ich in diesem Blogbeitrag zu klären.

Das Wichtigste für Website-Besucher und Suchmaschinen sind Inhalte, Inhalte und…genau! Inhalte. Und die sollten gut geschrieben und mit guten Bildern aufgewertet sein. Nebenbei müssen auch noch die vereinbarten Keywords locker in Headlines und Texte einfließen – möglichst ohne Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Kurz gesagt: Texte in der geforderten Qualität kann oder will der Großteil meiner Kunden nicht bereitstellen.

Um meinen Kunden auch in Sachen Inhalte – also Texte und Bilder – beraten zu können, habe ich mich mit Schreiben und Layout von Texten genauer befasst. Google wird, was die Bewertung von Webseiten betrifft, menschlichen Usern immer ähnlicher. Google und Co bevorzugen ebenfalls gute und gut strukturierte Inhalte . Es stellen sich also einige Fragen:

  • Was muss Ihre Seite inhaltlich bieten, um bei den Nutzern zu punkten?
  • Was muss Ihre Seite bieten, um bei Google auf einen guten Platz in den Suchergebnissen zu kommen?
  • Erkennt man gute Texte nur am Inhalt oder auch an der Struktur und am Layout?

Was sind gute Inhalte?

Gute Inhalte sind informativ und bringen dem User einen Nutzen. Das kann z.B. ein Blog-Eintrag zu einem interessanten Thema oder eine konkrete Beschreibung von Produkten oder Dienstleistungen sein. Marketing-Bla-Bla und heiße Luft sollten dabei unbedingt vermieden werden. Formulierungen wie „Unser top Sessel wird auch Sie begeistern.“ reißen heute niemanden vom Hocker. Das geht besser. „Unsere Sessel sind verleimt und verschraubt und die straffe Polsterung sorgt für perfekten Sitzkomfort.“ So entstehen Bilder im Kopf und der Nutzer kann ein Gefühl für das Produkt entwickeln.

  • Vermeiden Sie Füllwörter und Ketten von Eigenschaftswörtern.
  • Schreiben Sie einfach und verständlich und vermeiden Sie Schachtelsätze, die niemand nachvollziehen kann.
  • Aktive Formulierungen sind besser als passive Satzkonstruktionen.
  • Versuchen Sie, einen eigenen Schreibstil zu entwickeln. Er sollte dem Text angemessen sein – also nicht zu banal oder übertrieben kompliziert.

Was muss ich meinen Nutzern bieten?

Eine Aufzählung aller Daten und Fakten ist für eine Beschreibung meistens zu wenig. Beschreibung Sie den Vorteil und Nutzen, den Ihr Angebot bietet. Also nicht nur „Unsere Schultaschen sind rot“, sondern: „Um besser gesehen zu werden, sind unsere Schultaschen in knalligem Rot gehalten.“

Strukturierte Inhalte

Ihre Website-Besucher (und auch Google) mögen Struktur. Die wichtigsten Anforderungen sind die Überschriften. Header 1 (h1) kommt nur einmal auf jeder Seite vor, Header 2 (h2) können unter dem Header 1 mehrfach vorkommen. Header 3 wieder nur unter einem Header 2 usw. Dieser hierarchische Aufbau unterstützt Leser und Suchmaschinen beim Finden der wichtigen Informationen.

  • Überschriften sollen den Leser animieren, weiter zu lesen.
  • Bilder und Grafiken müssen mit Titel, Beschreibung und Alt-Tag versehen werden, um Suchmaschinen und Menschen mit Einschränkungen das Lesen zu ermöglichen, bzw. zu erleichtern.
  • Ziele von Links sollten beschrieben werden.

Wie viel muss ich schreiben?

Aktuell gilt eine Textlänge pro Seite/Artikel von etwa 300 Wörtern als optimal. Wenn der Inhalt es verlangt, kann es auch wesentlich weniger oder auch wesentlich mehr Text sein.

Wozu brauche ich Bilder und was sind gute Bilder?

Zeitungen und Zeitschriften haben einen hohen Bildanteil und im Web dominieren Bilder und Videos. Das hat gute Gründe.

Ein Bild sagt mehr als…! Stimmt! Ein gutes Bild ruft positive Assoziationen hervor, erzeugt Aufmerksamkeit und transportiert ein (hoffentlich) positives Image . Ein schlechtes Bild oder auch ein schlecht gewähltes Bild kann gegen Ihren guten Text arbeiten. Ein Beispiel: Ihr Text beschreibt eine wunderschöne und funktionelle rote Schultasche. Das Bild zeigt eine Farbe, die weit davon entfernt ist, wunderschön zu sein. Im schlimmsten Fall wird der Text auf Grund des Bildes nicht einmal gelesen.

Die nächsten Schritte? Wie sieht die Praxis aus?

Haben Sie Lust aufs Schreiben bekommen und wollen mehr darüber wissen? Das Netz ist voller Tipps von Profis und es gibt unzählige Bücher zum Thema, aber das Wichtigste ist: Schreiben, schreiben, schreiben. Einfache Artikel über Themen, die Sie begeistern, sind ein guter Anfang. Schreiben Sie gleich heute, lassen Sie den Text bis morgen liegen und lesen Sie ihn mit frischen Augen wieder durch. Ist die Story verständlich und gut gegliedert, sind alle wichtigen Punkte vorhanden? Holen Sie auch Meinungen von anderen ein und lassen Sie die Vorschläge in Ihren Text einfließen.

Und dann raus damit in die Öffentlichkeit. Nur Texte, die auch gelesen werden, sind sinnvolle Texte. Und Ihr Plus: Sie können damit Ihrem Webdesigner schon gebrauchsfertige Texte liefern und Geld sparen.

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